Berliner Habichte


Januar 2018

 

Jaja Berlin ist die Hauptstadt der Habichte. Sie umfliegen mich. Und zwar bisher großräumig. Heute bin ich nochmal eben in den Tiergarten, auf dem Weg zur S-Bahn quasi. Der ganze Tag kam über ein dämmergrau leider überhaupt nicht hinaus, aber wenn man denn mal Zeit hat, muss man auch raus. Ich hatte dann noch nicht mal die offizielle Schwelle des Großen Tiergartens überschritten, da schallte mir schon das stakkatoartige hohe Gackern eines Habichts entgegen. Es ist Balzzeit, die Kollegen machen mal so richtig Bambule, keine Rücksicht auf Verluste. Diesmal kriege ich sie. Leider ist es schon so ar***dunkel dass man in den Bäumen schon nix mehr sieht. Zum Glück nochmal ein Gackern direkt über mir. Bei dem Funzellicht kann ich nicht mehr viel reißen, aber immerhin! Nächstes Mal komme ich im goldigsten Wintersonnenschein. Vielleicht.

 

Update: Zu Mittag gab es Geflügel. Wie schon angekündigt, direkt in Folge gab es Kaiserwetter und ich bin im schönsten Sonnenschein in der Mittagspause los. Nach nicht mal 15 Minuten kickerte es von links und ein (der?) Habicht flog recht nah an mir vorbei. Schnell hinterher und dann hatte ich ein paar Minuten Zeit, bei ordentlichem Licht ein paar Fotos zu schießen. Interessanter Unterschied im direkten Vergleich zum obigen Bild, obwohl dieses auch irgendwie seinen dunkel-winterigen Charme hat.

WOE


Januar 2018

 

Nun sollte es endlich soweit sein, ich bekam durch Zufall die Gelegenheit, bei einem bekannten Schlafbaum von Waldohreulen vorbeizuschauen. Die Vorfreude war groß, auch die Unsicherheit, sind sie denn auch wirklich da? Beim Waldkauz habe ich ja schon mehrfach Glück gehabt, aber so eine Waldohreule sieht man nun nicht aller Tage - obwohl sie mit dem Waldkauz zu den am häufigsten in Deutschland anzutreffenden Eulenarten gehört. Nun denn, eine kurze Suche nach dem richtigen Baum, und ... sie sind da! Kurz bricht sogar die Sonne in die luftige Eibe ein und bietet mir einen traumhaften Anblick in diese geheimnisvoll rot-orangen Augen. Insgesamt zählte ich (mindestens) 8 Eulen, die sich für den Tag zur Schlafgemeinschaft zusammen gefunden haben und hier den Tag verpennen. Dargestellt sind zwar nachfolgend verschiedene Eulen, ich finde es aber unabhängig davon erstaunlich, wie unterschiedlich sie je nach Pose aussehen können oder? What a Beauty!

Unscheu


Januar 2018

 

Nutria haben wir ja schon öfter am Niederrhein beobachten können, doch an diesem Tag sollten wir auf drei besonders unscheue Exemplare treffen. Der Tau hing noch an den Halmen, als die Sonne über der kleinen renaturierten Teichlandschaft aufging und die Nutria sich ihr Frühstück besorgten. Auffallend viele Exemplare in diesem Revier haben übrigens eine helle Färbung wie das hier gezeigte Jungtier. Anscheinend ist diese Farbausprägung keine natürliche Morphe, sondern der Zucht zuzuschreiben.