Plünderer


August 2021

 

Unsere Sonnenblumen machen auch dieses Jahr wieder ordentlich was her. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern bieten auch so manchem Vogel eine ordentliche Mahlzeit. Besonders habe ich mich über diesen Stieglitz gefreut, der auch gleich seinen Nachwuchs mitgebracht hat. Klagend die Rufe wenn sich der Elternvogel selbst ein paar Kerne gönnte. Naja bei unseren Kindern sieht es ja nicht anders aus.

Kleine Sommersafari


August 2021

 

Im August haben wir doch tatsächlich mal eine Woche frei, und ich kann mich an zwei Morgen und zwei Abenden davon machen und mich der Safari widmen... abends vom Schlauchboot, morgens an einem neuentdeckten Teich, an dem es ganz schön hoch her geht!

 

2021 ist klar das Jahr des Bibers für mich, sowohl an der Havel sehe ich morgens vier Stück, vom Boot aus sowieso, und zwar ganz nah!

 

An der Havel ist leider alles zugewachsen, hätte ich im Sommer auch dran denken können. Aber durch ein kleines Loch im Schilf kann ich einen Biber im Morgennebel beobachten, bevor ab halb 7 die ersten Yachten vorbeidonnern.

 

Als ich am Teich ankomme, habe ich nur kurz Zeit die Ausrüstung bereit zu machen, es schwirrt eine ganze Rohrweihenfamilie herum, eine junge weibliche Rohrweihe kommt netterweise genau auf mich zu.

 

Dann die Chefs des Teichs... in der Nähe haben Fischadler ihren Horst auf einem Strommast, ein Junges schreit schrill und ausdauernd nach Futter. Die meiste Zeit kümmert sich ein Vogel um die Jagd, der andere Elternvogel schaut zu. Doch einmal ziehen sie zusammen los und verschwinden gemeinsam...

 

Hinter mir vernehme ich ein bekanntes Piepen. 10 Meter entfernt sitzt ein Eisvogel in meinem Rücken im Gestrüpp. Vorsichtig umdrehen... geschafft! Der einsame Fischer macht auch im Gegenlicht eine gute Figur.

Vom Boot


Juli 2021

 

Im Wald ist es nicht auszuhalten vor Mücken. Auch am Fließ und Kanal ist es schlimm. Schnell aufs Boot, auf dem Wasser ist man sicher. Naja, eingenebelt in eine Moskitospraywolke zumindest. Und aussteigen darf man auch nicht.

 

Verkehrte Welt, der Biber an Land und ich zu Wasser, sonst es ist es meist andersherum.

Marder auf der Jagd


Juli 2021

 

Eigentlich war ich ja auf dem Wasser unterwegs um den Wassermarder zu kriegen, aber einen Baummarder in den Wipfeln nehme ich auch. Unfassbar wie schnell so ein Marder einen Baum hoch und wieder runterkommt und von Baum zu Baum springt. Das Licht war grenzwertig, aber es hat noch so eben für einige wenige Fotos gereicht. Die laut warnende Amsel hat übrigens überlebt. Danke für den Hinweis :)

Dies und das


Juni 2021

 

Was liegt denn da für ein Stock? Huch eine Blindschleiche. Na die ist doch bestimmt platt oder? Moment sie bewegt sich ja doch!

 

Reh auf Wiese in sommerlich-sonnigem Gegenlicht? Geht immer! Dazu noch ein Neuntöter in seinem Lieblingshabitat - fehlen nur noch aufgespießte Beutetiere!

 

Goldammer in düster-getarnter Kulisse à la Ich-bin-hier-der-Chef-Pose.

 

Seeadler über unserem Garten aus dem Liegestuhl. Besser gehts ja wohl nicht! Und ein Turmfalke rüttelte auch durch die Gegend und lieferte sich dogfights mit dem Schwarzmilan. Leider etwas hoch und es flimmerte stark vor Hitze, daher nicht so scharf... aber hey.

Endlich kommt er mal raus!


Mai 2021

 

Ein kleine Tour durch die Flur mit unerwartetem Ende... zunächst einige Stieglitze auf dem Feld nebenan.

 

Währenddessen liefern sich ein Rotmilan und eine Krähe einen epischen Luftkampf.

 

An der Wiese: Seit wann gibt es denn hier Hasen?

 

Achso das Gras müsste wohl mal wieder gemäht werden, es steht recht hoch...

 

Und dann traue ich meinen Augen nicht. Am Kanal sehe ich unseren Biber, und er macht sich doch tatsächlich auf, aus dem Wasser zu klettern. Es ist schon recht spät und dunkel, hoffentlich reicht die Belichtungszeit. Unzählige Moskitostiche kosten mich die Aufnahmen, doch endlich kann ich den Biber mal an Land beobachten, das erste Mal in 6 Jahren! Ein Traum.

Nebel und Waschbären


Mai 2021

 

Der See und die Feuchtwiesen haben im Moment morgens ordentlich Nebel zu bieten. Wenn es am Vortag geregnet hat und dann darauf morgens die Sonne herauskommt, bietet sich morgens eine prächtige Kulisse am See, vorausgesetzt, die Walker, Jogger und Gassigeher sind noch nicht unterwegs.

 

Wenn die Sonne den Nebel in ihr oranges Licht hüllt, ergibt sich ein schöner Kontrast zum blauen Wasser. Der Schwan freut sich anscheinend auch und betet die Sonne an. Unser Biber macht sich am fernen Ufer zurück in den Bau und bereit zu Tagruhe. Als die Thermik anzieht, zieht dann noch ein Rotmilan seine Kreise.

 

Auch die Waschbären kommen zurück von ihren nächtlichen Streifzügen. Um 5 Uhr, 30 Minuten vor den Fotos, war noch ein Waschbär bei uns im Garten auf der Wildkamera! Jetzt machen sie ihren Nachwuchs bettfertig und verschlafen den Tag in ihrer sonnigen Baumhöhle, direkt am See.

 

Eines Abends bin ich dann nochmal am Baum vorbei, und naja, gefühlt hing der ganze Baum voller Waschbären!

Im Bruch


März 2021

 

Endlich mal wieder ein paar Tage am schönen Niederrhein verbracht! Während die Kinder von Opa und Oma bespaßt wurden, konnte ich ein paar kurze Ausflüge ins Bruch unternehmen. Die Steinkäuze ließen sich leider nicht blicken, aber dafür gab es an jeder Ecke was zu entdecken, die Hasen spielten fangen, während die Rehe ungläubig schauten. Jede Menge Zugvogel rasteten an den kleinen Gewässern und Sonne und Morgennebel lieferten eine super Stimmung beim morgendlichen Rundgang.

 

Zuerst dachten wir, über den Wiesen jagen sich die Bussarde, aber nein, es waren doch tatsächlich Kornweihen, die anscheinend auf dem Durchzug waren. Ein Männchen war nicht zu erblicken, aber selbst die Weibchen konnte ich vorher noch nie beobachten.

 

Ein buntes Treiben am Morgen, Austernfischer und Bekassinen fielen ein, während der Storch die diesjährige Brut vorbereitete.

 

Am Abend wäre ich dann fast noch über diesen Gesellen gestolpert, gut getarnt saß er auf der Wiese. Ostern ist wohl nicht mehr fern...

Eisvogel Action


Februar 2021

 

Im Februar hat es doch tatsächlich mal ordentlich geschneit bei uns. Das gab es lange nicht mehr. Neben Schlittenfahren mit den Kids konnte ich mich dann ein paar Tage intensiv unserem Eisvogel widmen (eigentlich haben wir sogar ein Pärchen im Fließ). Das war mal eine schöne Gelegenheit, den Eisvogel in allen Lebenslagen zu beobachten, Balzflug, Ansitz, Putzen, Fischen. So viel Abwechslung hat der Kollege ja nun auch nicht.

 

Teils war unser Ansitz ganz schön frostig im Schneegestöber.

 

Minutenlang sitzt der EIsvogel an, bewegt sich nur wenig, und wenn er sich dann leicht nach vorne beugt, dann könnte es auch schon losgehen. Es bleibt nicht viel Zeit für ein Foto, wenn er sich in die Tiefe stürzt.

 

Pfeilschnell wird durch die tiefliegenden Äste manövriert. Und dann wieder auf den Lieblingsansitz.

 

Als es dann mehrere Tage starke Minusgrade gab, gab es nur noch wenige eisfreie Stellen. Hier habe ich mich positioniert, und voilà wurde ich mit ein paar Jagdeinlagen belohnt! Zwar habe ich ihn aufgrund der wahnsinnigen Geschwindigkeit nicht ganz in der Schärfeebene, aber so einen Sturzangriff aus nächster Nähe habe ich noch nicht miterlebt, was für ein irrer Vogel!

Besuch bei unserem Stammgast


Januar 2021

 

Nicht viel los draußen. Also naturmäßig. Corona treibt die Sofahocker und Bingewatcher reihenweise auf die Piste, selbst morgens geht es joggen und mit dem Hund. Aber trotzdem haben wir einen Vorteil, denn wir schauen genau hin! In dieser Baumhöhle fast nicht zu erkennen, hat der uns treu jede Nacht im Garten besuchende Waschbär sein Taglager aufgeschlagen. Ab jetzt kommen wir auch öfter vorbei!

 

Auch die Wintervögel lassen sich so langsam blicken... vor allem Schwanzmeisen und auch ein Kleiber.